Streiten lohnt sich! Meinte schon der alte Goethe

Autor: Wilhelm Berns

Wer hat schon gerne Konflikte, besonders wenn man selbst betroffen ist?
Konflikte sind jedoch für jeden Entwicklungsprozess notwendig.

Bei jedem Veränderungsschritt gibt es bereits einen Konflikt.
Der erste Konflikt (lateinisch = zusammentreffen) ist dabei schon,
wieviel vom Bisherigen will ich bewahren und auf wieviel Neues kann und
will ich mich einlassen?

Die Zielgruppen mit denen ich arbeite
(Selbstständige, Leitungen, Mitarbeiter und Ehrenamtliche
in sozialen, pädagogischen und therapeutischen Berufsfeldern)
heben sich dabei noch ein wenig mehr als andere ab.

Das stammt nicht nur aus meiner Beratungserfahrung,
sondern ist auch in der modernen Gehirnforschung entdeckt worden.

Das Zwischenhirn, der Sitz der Emotionen, unserer Werte und
Glaubensüberzeugungen, ist nämlich berufsspezifisch unterschiedlich
ausgebildet.

Die Burda-Stiftung hat berufsspezifische Forschungen finanziert um die
"Gehirn-Unterschiede" verschiedener Berufsgruppen zu durchleuchten.
Die "Berufsgehirne" der helfenden Berufe sind dabei im Vergleich zu
anderen Berufsfeldern stärker im Gehirnbereich der Fürsorge in den
neurologischen Verbindungen (Synapsen) ausgeprägt.

Dagegen sind die neurologischen Verbindungen im Bereich von Wut und
Abenteuer im Vergleich weniger ausgeprägt.

Strategie im Umgang mit Konflikten
Fragen Sie sich:
Stehe ich Konflikten positiv gegenüber?
Bin ich daran interessiert, wie aus zwei unterschiedlichen Positionen
eine neue Lösung gefunden wird, die Konfliktpartner nicht nur
zusammenführt sondern weiterbringt?

Es geht um Konfliktbejahung.
Das Ja-Sagen zu Konflikten, die Konfliktbejahung,
ist das erste strategische Konfliktprinzip für das Managen von Konflikten.
Es gibt noch sieben weitere Prinzipien in der Konflikt-Strategie.
(Mehr dazu schreibe ich in meinem nächsten Blog-Artikel)

Meine Erziehung, Erfahrungen, Anschauungen und in Weiterbildung
gewonnene Lernerkenntnisse beeinflussen, ob und wie schnell ich
zu Konflikten Ja-Sagen kann.
Wenn ich übermächtige Konfliktpersonen erfahren habe,
dann fällt es schwerer die Haltung der Konflikt-Bejahung einzunehmen.

Hier könnte ein Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe helfen und Mut machen:

Ein Gleiches

Ängstliches Klagen
Bängliches Zagen
wendet kein Elend,
macht Dich nicht frei.

Nimmer sich beugen,
kräftig sich zeigen
rufet die Arme
der Götter herbei.

J. W. v. Goethe

Für was lohnt es sich für Sie zu streiten?
- frage ich sehr interessiert an Ihren Antworten.

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Wilhelm Berns
Praxisexperte und Coach
für Strategien-zur-Entwicklung

Mehr unter: www.berns-consulting.de

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